DIE RüCKKEHR DES WILDEN CHICS: WARUM ANIMAL PRINT 2026 WIEDER IM TREND IST
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Sprechen wir über eines der exotischsten und kühnsten Motive der Mode — den Animal Print, also Muster, die das Fell wilder Tiere imitieren. Seine Geschichte als markanter dekorativer Code beginnt 1932, als der Film „Tarzan the Ape Man“ in die Kinos kommt. Nach seinem großen Erfolg erobert die Ästhetik des Dschungels, der wilden Natur und des Exotischen die kollektive Vorstellungskraft — und findet schon bald ihren Weg in die Mode.
Bereits 1933–1934 tauchen animalische Motive in der Kleidung als Zeichen von Glamour, Verführung und modischer Kühnheit auf.
Später, im Jahr 1947, verankert Christian Dior diesen Code endgültig in der Haute Couture, als er in seiner ersten Kollektion den Print „Jungle“ präsentiert — ein Motiv, das zu einem der frühen Embleme des Luxus der Nachkriegszeit werden sollte.
Seitdem kehren diese mutigen und provokativen Motive immer wieder in die Mode zurück, verändern jedes Mal ihren Tonfall, bewahren dabei aber das Entscheidende: den Effekt unmittelbarer Verführung. Das kühnste unter ihnen bleibt bis heute das Leopardenmuster. Gerade dieses Motiv wurde schneller als alle anderen mit dem Bild der Femme fatale verbunden — selbstbewusst, sinnlich, unabhängig und ein wenig gefährlich. In verschiedenen Jahrzehnten stand Leopard einmal für Glamour und Luxus, dann wieder für sexuelle Freiheit und modische Rebellion, ohne jemals seine Fähigkeit zu verlieren, alle Blicke auf sich zu ziehen. Vielleicht სწორედ deshalb übersteht Animal Print so mühelos den Wandel der Epochen und steht erneut im Zentrum des modischen Diskurses.
Im Jahr 2026 kehren animalische Motive erneut in die Mode zurück — und diesmal nicht nur in der Kleidung, sondern auch bei den Accessoires. Leopard, Zebra und Schlangenmuster werden wieder zu einem sichtbaren Teil der Fashion-Agenda und verleihen Looks Charakter, Sinnlichkeit und wirkungsvolle Kühnheit. Nach mehreren Saisons zurückhaltender Ästhetik wenden sich Designer erneut Prints zu, die unmöglich zu übersehen sind: Animal Print bringt Emotion, Drama und genau jene Provokation zurück, für die er immer geliebt wurde.
Das Leopardenmotiv wurde bereits 1994 zum Markenzeichen des Hauses Roberto Cavalli. Später tauchten diese Motive in der einen oder anderen Interpretation in fast jeder Kollektion von Roberto Cavalli auf und festigten endgültig den Ruf der Marke als Meisterin des Animal Print.
2026 wandten sich auch andere Modehäuser der wilden Ästhetik Afrikas zu und brachten Leopard-, Zebra- und Schlangenmuster erneut auf den Laufsteg.
Animalische Motive wanderten in dieser Saison auch in die Accessoires — darunter Taschen mit deutlich afrikanischem Charakter.
Und einige Häuser bringen den Dschungel bereits für Herbst-Winter 2026 in die Großstadt und liefern ihre eigene Interpretation des Animal Print.
Und was ist mit der Herrenmode? Afrikanische Motive gehören längst nicht mehr nur der Damenmode. In der neuen Saison schicken die kühnsten Designer auch Männer in Leopard, Python und Zebra auf den Laufsteg und machen Animal Print zu einem der provokantesten Stilmittel der Herrengarderobe.
Und hier gehen die Designer ganz offensichtlich weit über ein bloßes Spiel mit Prints hinaus. Eine Sache ist es, einem Mann eine Leopardenkappe, eine Tasche im Zebramuster oder ein Sakko mit Anklängen an Animal Print zu geben. Etwas ganz anderes ist es, ihn in einem offen femininen Leopardenmantel — und dann noch auf Absätzen — auftreten zu lassen. Auf einen solchen Look wird sich längst nicht jeder Mann einlassen: Zu stark verschiebt er die Grenzen der gewohnten Herrenmode und macht den Laufstegauftritt nicht nur zu einem stilistischen Experiment, sondern zu einer offenen Provokation. Vivienne Westwood geht in diesem Sinne aufs Ganze und zeigt, dass Animal Print in der Herrengarderobe nicht nur dekorativer Akzent, sondern eine echte Herausforderung sein kann.
Burberry greift ebenfalls auf afrikanische Motive zurück, tut dies jedoch deutlich ruhiger und zurückhaltender als andere Modehäuser. Statt des offen raubtierhaften Leoparden oder kontrastreichen Zebras entscheidet sich die Marke für eine subtilere Interpretation des Animal Print — das Schlangenmuster. In dieser Lesart klingt die afrikanische Ästhetik nicht provokant, sondern eher elegant und kontrolliert, bewahrt ihren exotischen Charakter, ohne in offene Provokation abzugleiten.
Die Geschichte des Animal Print in der Mode bestätigt einmal mehr: Wirklich starke Motive verschwinden nie ganz, sie treten nur vorübergehend in den Schatten, um mit neuer Kraft zurückzukehren. 2026 erinnern animalische Prints erneut an sich — in Kleidung, Taschen, Schuhen und sogar in Männerlooks. Leopard, Zebra und Python werden wieder zur Sprache modischer Kühnheit, von Luxus und Provokation. Mit anderen Worten: Der Dschungel in der Großstadt geht weiter — und hat ganz offensichtlich nicht vor, aus der Mode zu kommen. Wie stehen Sie zur Rückkehr des Animal Print? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren. |

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