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MARKEN UND DIE GESCHICHTE DER MODE


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DIE FASZINIERENDE GESCHICHTE DER TASCHEN: VOM ANTIKEN ROM BIS ZUM MODERNEN LUXUS

* Unser Blog air-fashion.com erscheint nicht periodisch und ist keine journalistische Publikation (Gesetz 62/2001). Inhalte dienen Kritik und Rezension; Marken und Bilder gehören den jeweiligen Inhabern (werden, sofern erforderlich, in begrenztem Umfang für Zitat/Kommentar gemäß Art. 70 des Gesetzes 633/1941 verwendet, mit Quellenangabe, sofern verfügbar). Bei Hinweisen zu Urheberrechten kontaktieren Sie uns: Wir prüfen dies und entfernen den Inhalt ggf.


Die Neuankömmlinge von Damen- und Männer taschen

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In unserem Modeblog beschäftigen wir uns seit langem mit der Geschichte der Taschen, ihren Ursprüngen sowie der Entwicklung von Design und Handwerkskunst im Laufe der Jahrhunderte. Taschen sind nicht nur praktische Alltagsbegleiter, sondern spiegeln auch kulturelle Identität, Kunst und gesellschaftlichen Status wider. Dieses Mal reisen wir 2000 Jahre zurück – in das antike Römische Reich, um einen der frühesten Vorläufer der modernen Tasche zu entdecken.

Dank der Arbeit von Wissenschaftlern und Archäologen auf der ganzen Welt gewinnt die Menschheit kontinuierlich neue Erkenntnisse über die Vergangenheit. Diese Funde erzählen uns von den Gegenständen, die unsere Vorfahren im Alltag benutzten – viele davon haben das moderne Modedesign inspiriert. Ein besonders spannendes Beispiel ist das römische Armband-Portemonnaie, ein faszinierender Vorläufer der heutigen Handtasche, der zwischen 50 und 250 n. Chr. verwendet wurde.

 

 

Das römische Armband-Portemonnaie: eine geniale Erfindung

Dieses außergewöhnliche Accessoire sah aus wie ein Armband mit einer inneren Höhlung. Es wurde meist aus Bronze gefertigt und mit einem Lederriemen oder elastischen Band am linken Unterarm befestigt – so blieb der rechte Arm frei für den Kampf. Römische Legionäre nutzten diese Mini-Tasche am Unterarm, um ihr Geld sicher bei sich zu tragen, ohne in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt zu sein.

Ein solches Portemonnaie konnte bis zu 50 Denare enthalten – römische Silbermünzen. Zum Vergleich: Ein Denar entspricht heute ungefähr 30–50 Euro. Ein einfacher Legionär verdiente damals zwischen 225 und 300 Denare pro Jahr – ein Gehalt, das aus heutiger Sicht eher bescheiden erscheint.

 

 

 

Ein Statussymbol innerhalb des römischen Heeres

Da Archäologen nur sehr wenige Exemplare gefunden haben, ist anzunehmen, dass diese Portemonnaies vor allem von höhergestellten Persönlichkeiten getragen wurden – etwa von Offizieren oder Verwaltern des Legionsschatzes. Sie waren also nicht nur praktisch, sondern auch ein Ausdruck von Rang und Bedeutung.

 


Das nebenstehende Foto zeigt eine restaurierte Replik der Brieftasche, wie sie in ihrer Gesamtheit ausgesehen hätte (Autor: Vaclav Šalek, Quelle: ČTK). Heute ist das Fragment im Musov-Zentrum in Pasohlávky im Rahmen der historischen Ausstellung „Das Tor zum Römischen Reich“ ausgestellt.

 

Ein bedeutender Fund gelang im Januar 2025 in Südmähren, in der Nähe der Festung Hradisko, wo tschechische Archäologen ein Fragment eines solchen Armband-Portemonnaies entdeckten. Das Stück, zu etwa 30 % erhalten, stammt aus der Zeit des Kaisers Marcus Aurelius (166–180 n. Chr.) und gehörte vermutlich einem Legionär, der in den Markomannenkriegen diente – jenen Konflikten zwischen Rom und germanischen sowie sarmatischen Stämmen entlang der Donau.

Ein vollständig erhaltenes Exemplar wurde in England entdeckt und ist heute im York Museum zu bewundern – ein Zeugnis für die Raffinesse und den Pragmatismus römischer Handwerkskunst.

 

Eine weitere ähnliche römische Bronzegeldbörse wurde in den Niederlanden gefunden. Sie stammt aus der Zeit vor etwa 1950–1800 Jahren.

 

 

Von Rom zur Haute Couture: eine Wiedergeburt

Die Geschichte endet jedoch nicht in der Antike. Erstaunlicherweise wurde diese römische Erfindung in der Neuzeit wiederbelebt. Im Jahr 2010 präsentierte die französische Künstlerin und Designerin Amalia Mattaor ihre exklusive Kollektion von „Dance Bags“. Diese luxuriösen Taschen, inspiriert von den römischen Armband-Portemonnaies, werden ebenfalls am Unterarm getragen und ermöglichen es, wichtige Gegenstände griffbereit zu haben, während die Hände frei bleiben – perfekt für Partys, Empfänge oder Zeremonien.

Gefertigt aus edlem Leder, teils auch aus exotischen Tierhäuten, und verziert mit hochwertigen Schmuckelementen, sind die Dance Bags heute ein Symbol für Eleganz und Exklusivität. Genau wie ihre antiken Vorgänger verbinden sie Funktionalität mit Luxus – ein kleines, begehrenswertes Modeobjekt für alle, die Einzigartigkeit schätzen.

 

 

Die zeitlose Entwicklung der Tasche

Vom bronzenen Unterarm-Portemonnaie der römischen Legionäre bis zu den Kreationen moderner Designer erzählt die Geschichte der Tasche von Kreativität, Identität und Kultur. Was einst als praktisches Werkzeug zur sicheren Aufbewahrung von Münzen im Kampf entstand, hat sich über die Jahrhunderte zu einem der wichtigsten Modeaccessoires weltweit entwickelt.

Heute sind Luxustaschen nicht nur Mode-Statements, sondern auch Ausdruck des menschlichen Strebens, Nützlichkeit und Schönheit zu vereinen. Das römische Armband-Portemonnaie bleibt ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie eng Mode und Funktionalität seit jeher miteinander verbunden sind.

E.M.





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